Die nächste Solarfolien-Generation
Solarstrom, wo er bisher nicht möglich war.
Hauchdünne Folien machen Dächer, Fassaden und Fahrzeuge zur Stromquelle — auf Perowskit-Basis mit mehr Ertrag pro Quadratmeter.
Einordnung
Warum Perowskit den Unterschied macht
Klassische Silizium-Module werden aus geschmolzenen Blöcken gesägt — ein energieintensiver Prozess, der schwere, starre Platten liefert. Perowskit entsteht aus einer Lösung, die bei moderaten Temperaturen auf Trägerfolie beschichtet wird — ähnlich wie industrielle Druck- und Folienbeschichtung. Das Ergebnis ist eine aktive Schicht von rund einem tausendstel Millimeter, die sich in leichte, biegsame Module integrieren lässt.
Keine PV-Technologie hat ihren Wirkungsgrad je schneller gesteigert: von unter 4 % auf über 26 % in weniger als zwei Jahrzehnten. Und anders als Silizium, das nahe an seiner physikalischen Obergrenze arbeitet, hat Perowskit noch Luft nach oben — im Tandem mit Silizium wurden im Labor bereits über 34 % erreicht.
Wirkungsgrad-Entwicklung im Labor, 2006–2025
Zertifizierte Rekorde für Einzelzellen.
Know-how
Über 490 Patente als Fundament
Zwei Jahrzehnte Dünnschicht-Photovoltaik aus Dresden: Unser Patent-Portfolio schützt eigens entwickelte Absorbermaterialien, das besondere Zelllayout und zentrale Fertigungsprozesse. Auf genau diesem Fundament entsteht die Perowskit-Generation — Verkapselung, Verschaltung und Folienaufbau übertragen wir direkt auf das neue Material.
Denn die größten Hürden der Perowskit-Kommerzialisierung — Schutz vor Feuchte und Sauerstoff, stabile elektrische Kontakte, großflächige Beschichtung — sind genau die Disziplinen, in denen wir seit Jahren Serienerfahrung haben. Dieser Vorsprung lässt sich nicht kaufen, nur erarbeiten.
*Erteilte und angemeldete Patente
Lab-to-Fab
Eigene Forschungsproduktionslinie in Dresden
Seit 2012 betreiben wir eine selbst entwickelte Forschungsproduktionslinie mit eigenen Test- und Prüfständen. Neue Materialien und Prozesse durchlaufen sie, bevor sie in die Serie gehen — dieses Lab-to-Fab-Prinzip verkürzt den Weg vom Laborergebnis zum Produkt.
Für Perowskit heißt das: Beschichtung, Kristallisation und Verkapselung werden dort erprobt, wo später auch gefertigt wird. Was den beschleunigten Alterungstest auf dem Prüfstand nicht besteht, geht nicht in die Serie — und was ihn besteht, lässt sich ohne Technologiebruch direkt in die Produktion überführen.
Zukunftspotenzial
Ein Werkzeugkasten, der gerade erst geöffnet wird
Perowskit ist kein einzelnes Material, sondern eine ganze Materialklasse: Zusammensetzung, Farbe und Transparenz lassen sich gezielt einstellen. Das erschließt Anwendungen weit über das klassische Dach hinaus — Tandem-Zellen mit über 30 % Wirkungsgrad in Reichweite, einstellbare Optik für Fassaden und Verglasung, Leichtbaudächer und Gebäudehüllen, die klassische Glasmodule statisch nicht tragen können, bis hin zu Strom aus Kunstlicht für batterielose Sensorik.
Wir stehen damit erst am Anfang: Mit jeder neuen Rezeptur wächst der Werkzeugkasten — und mit ihm die Zahl der Flächen, die zu Kraftwerken werden können.
Vom Material zum Produkt
HeliaNova — Perowskit als Solarfolie
Mit HeliaNova bringen wir Perowskit dorthin, wo es hingehört: auf die Fläche. Das weltweit erste flexible, perowskitbasierte Solarmodul — entwickelt und gefertigt in Dresden.